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Was ist die elektronische Gesundheitskarte?
Mit Hilfe der elektronischen Gesundheitskarte, die die bisherige Krankenversichertenkarte ersetzen wird, können Sie zukünftig Ihre Gesundheitsdaten selbst in die Hand nehmen. Die elektronische Gesundheitskarte wird verpflichtend für alle die Versichertenangaben enthalten und alle Daten, die zur Ausgabe eines elektronischen Rezepts erforderlich sind, sowie die Berechtigung, im europäischen Ausland behandelt zu werden. Zusätzlich, auf freiwilliger Basis, gibt es einen medizinischen Teil mit Gesundheitsdaten.
Zugriff auf die Daten der Gesundheitskarte
Damit kein Unberechtigter Zugang zu den Daten bekommt, funktioniert der Zugriff auf die Gesundheitsdaten nur zusammen mit einem elektronischen Heilberufsausweis (HBA): Er ist der zweite "Schlüssel", der in den meisten Fällen zusätzlich zu Ihrem eigenen erforderlich ist, um den Inhalt der Gesundheitskarte öffnen zu können und ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes der elektronischen Gesundheitskarte. Ärzte, Zahnärzte und Apotheker sind verpflichtet, sich bei jedem Zugriff auf die elektronische Gesundheitskarte mit ihrem Heilberufsausweis zu identifizieren.
Ohne diese Legitimation ist es nicht möglich, Daten von der Gesundheitskarte zu lesen oder elektronische Rezepte und medizinische Daten der freiwilligen Anwendungen, zum Beispiel Arzneimitteldokumentation und Notfalldaten, zu speichern. Längerfristig werden auch andere Berufsgruppen, die elektronische Verordnungen einlösen können, entsprechende Berufsausweise erhalten. Diese ermöglichen ihnen dann den Zugriff auf die für sie vorgesehenen Daten.
Ziele der Gesundheitskarte
Bisher dokumentieren Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser und andere Heilberufe die jeweils dort anfallenden Labor- und Untersuchungsergebnisse weitgehend für die eigene Nutzung. Eine einrichtungsübergreifende Informationsbereitstellung für eine Nutzung im Rahmen der weiteren, medizinischen Gesamtversorgung des Patienten gibt es derzeit jedoch nicht. Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und dem Aufbau einer Informations- und Kommunikationsinfrastruktur werden medizinische Einrichtungen - von der Arztpraxis bis zum Krankenhaus - künftig schneller und sicherer miteinander kommunizieren. Sofern Patienten in die Speicherung ihrer Gesundheitsdaten einwilligen, können wichtige Gesundheitsdaten künftig schneller verfügbar sein (zum Beispiel im Notfall und beim Arztwechsel). Das ermöglicht eine bessere medizinische Versorgung, reduziert unnötige und für den Versicherten oft gesundheitlich belastende Doppeluntersuchungen und verringert die Gefahr, dass für den Versicherten ungeeignete Arzneimittel verschrieben werden.
Pro und contro Gesundheitskarte
Bei einem Projekt dieser Größenordnung (1,7 Mrd. Euro bzw weit darüber hinaus wie Kritiker behaupten) bleibt eine rege Diskussion über Sinn und Unsinn der Gesundheitskarte nicht aus.
Sowohl aus datenschutzrechtlichen Erwägungen (gläserner Patient, gläserner Arzt, online-Durchsuchungen) als auch wegen Schwächen in der Praxistauglichkeit (Kartensperrung bei mehrmaliger falscher PIN-Eingabe, umständliche Handhabung beim elektronischen Rezept) wird es eine flächendeckende Einführung der Gesundheitskarte erst in naher Zukunft geben.
50 Arztpraxen und das Knappschaftskrankenhaus Bottrop mit 60 Bildschirmarbeitsplätzen machen bei dem ersten großen Onlinetest der Gesundheitskarte mit. Dann, in drei Jahren, soll der bundesweite Start der Gesundheitskarte beginnen.
Quellen:
wikipedia
http://www.bmg.bund.de
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